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Advent, Advent – die Mutter rennt…

 

 

Daniela Irle

18. Dezember 2025

(K)ein außergewöhnlicher Advent war das bisher für mich.
Das meiste war gleich: Gaaaaanz viel auf einmal: Café-Betrieb mit dem Förderverein, Fortbildung, Arzttermine, Dienstreisen, kranke Kinder, Klassenarbeiten, Ausflüge mit zig Extraelternbriefen, Weihnachts- und Geburtstagsfeiern, Adventskalendern und Kekse backen. Auch gleich war, dass es mit den Adventskalendern etwas chaotisch lief. So erhielt z.B. eine meiner Schwestern außer der Reihe einen Adventskalender, der allerdings eine kleine Deutschlandrunde drehte, wieder bei uns auftauchte und mit verändertem Nachnamen (irgendwie war bei der Onlinefrankierung der Mädchenname gespeichert gewesen) schließlich verzögert bei ihr landete.

Advent, Advent, die Mutter rennt...

Außerdem gab es wie fast immer Beschwerden, dass der Plätzchenteig nicht süß genug ist. Zusätzlich gab es wie fast immer ein Sonderprojekt bei uns im Haus mit einer kleinen Baustelle. Überall stehen Kisten rum, Werkzeug und Dreck sind auch noch nicht ganz verschwunden – den Weihnachtsbaum habe ich spontan nach kurzer Absprache allein mit meinem Ältesten besorgt und auf dem Balkon geparkt.
Die Mädchen haben die Weihnachtsdeko ausgeräumt, im Haus verteilt und ich habe Schadensbegrenzung betrieben.
Wenn wir uns nicht an unseren Vorsatz halten sollten, heute Geschenke einzupacken, könnte es sein, dass wir das wieder am letztmöglichen Abend tun und vor Erschöpfung (fast) dabei einschlafen.

Wenn ich den Ausdruck „besinnliche Adventszeit“ höre, verdrehe ich innerlich die Augen und frage mich, was damit nur gemeint sein könnte. Falls es nämlich bedeutet, dass es ruhiger und gelassener zugeht: DAS GEHT NICHT MIT EINER GROßEN FAMILIE! (Vgl. Termine, Auflistung etc. s.o.).

ABER: Ich habe dieses Jahr erstmals die Entscheidung treffen können, KEINE Weihnachtspost per Post zu versenden. Ich kann mich nicht erinnern, wann ich das mal geschafft habe. Weder vor- noch mit den Kindern. Außerdem habe ich KEINE Verantwortlichkeit im Heiligabendgottesdienst.

Nachdenklichkeit hat bei mir die Sprachnachricht einer lieben Kollegin ausgelöst: Sie wünschte mir eine besinnliche Adventszeit und erwähnte im gleichen Augenblick, dass es bei mir ja immer besinnlich zuginge.

Ich habe mich also mit dem Wort „BeSINNlichkeit“ auseinandergesetzt… und meiner Kollegin still Recht gegeben: Reflexion, Innehalten, Umdenken, über das Wichtige nachdenken – das findet sehr häufig statt. Nur – die Ruhe, um es entspannt zu tun, fehlt meistens.
Heute meinte ich am Tisch, ich sei reif fürs Kloster.
Was denn das heiße, wollte eine meiner Töchter wissen.
„Kein Handy dabei haben, ein paar Tage alleine sein und mit wenig Menschen sprechen“, meinte ich.
Ist gerade utopisch. Aber ein schöner Wunsch.
Und doch war bei all dem Gerenne, allen Terminen und allen Herausforderungen etwas anders.
Aber weil das nicht so wirklich in den Alltagstrubel passt, weil es vielleicht zu besinnlich ist, darfst du darüber HIER weiterlesen. 😉

Mehr Alltagstrubel?

Mutig sein

Mutig sein

Manchmal ist die mutigste Tat, etwas NICHT zu machen.
Ich liebe schon viele Jahre das Bilderbuch „Mutig, mutig“ von Lorenz Pauli und Kathrin Schärer, indem sich ein paar Tiere zu mutigen Taten auffordern. So findet der Frosch ein Blatt zu fressen mutig, die Schnecke dagegen köstlich. Sie wagt sich dafür aus ihrem Haus heraus, herum und wieder hinein.
Der kecke Spatz am Ende verwirrt im ersten Moment die Freunde, indem er sagt, er mache nicht mit. Doch schließlich wird er als der Mutigste bejubelt.

Schnell, schnell – der Schritt zu viel

Schnell, schnell – der Schritt zu viel

Tap, tap – und zack. Das war der falsche Schritt.
Es war ein recht normaler Mittwochabend, eilig wollte ich eine meiner Töchter von einer Veranstaltung abholen. Schnell die die Treppe runter, dann zum Auto.
Dazu kam es jedoch nicht.

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