Gott hat meinen Schmerz vergoldet – Melanie Oetting und ihr Weg des Trosts
Daniela Irle
26. Februar 2026
Melanie Oetting, die Gründerin des Netzwerks „Familyhomes“, hat einiges durch…
Nachdem Konstanze von der Pahlen, eine Lektorin des Fontis-Verlags sie entdeckte und ermutigte, ihre Lebensgeschichte in ein Buch zu fassen, schrieb sich Melanie in wenigen Monaten durch ihr ganzes bisheriges Leben.
Mit dem Schreiben erfüllte sich weiter eine Verheißung, die ihr Gott vor Jahren gegeben hatte: Sie würde Bücher schreiben.
Wut, Trauer, Schmerz, Tränen der Dankbarkeit und der Ergriffenheit – alle Gefühlsregungen wollten während des Schreibprozesses gefühlt und wahrgenommen werden.
Während der Schulzeit übergab sie Gott ihr Leben und beschloss enthaltsam zu leben. In einem Kloster fand sie Ruhe und machte sich auf, als Nonne zu leben – bis der Geschmack von Erdbeeren sie in größere Freiheit rief. Sie heiratete, bekam vier Kinder und musste sich mit schwerer Krankheit ihres Mannes auseinandersetzen – dann Trennung. Ängste, Sorgen, Neuanfänge und immer wieder Gott vertrauen.
Völlig unvermittelt – in tiefen Frieden hinein – erhielt sie die Nachricht, dass ihr Sohn Severin tödlich verunglückt ist.
Sie schrieb: „Mit ungebremster Geschwindigkeit stürze ich in den ungeahnten Abgrund meiner Seele. Mein Atem stockt und der Körper zieht sich urplötzlich zusammen. Das kann, nein, das darf nicht wahr sein! Mein Geist schwirrt und ich frage mich: Wie soll ich diese Information begreifen? Werde ich durchdrehen? Meine Kinder sitzen wie gelähmt vor mir.“ (Oetting, Melanie: Gott hat meinen Schmerz vergoldet. S. 11)
Ein schwerer Weg der erneuten Trauer begann. Doch auf unglaublich liebevolle Weise wurde sie immer wieder von Gott getröstet. Sein Liebesstrom durchdrang sie bis in ihr Innerstes und schenkte ihr übernatürlichen himmlischen Trost.
Schließlich führte er sie durch eine Pilgerreise zu einem außergewöhnlichen Bild in Kevelaer: Trösterin der Betrübten.
Der erste Pinselstrich dieses Bildes war am Todestages ihres Sohns Severin gemalt worden und zeigt unter anderem ein weißes Pferd mit Reiter, das sich in himmlischen Sphären bewegt.
Severin war auf einem Pferd in Kirgistan verunglückt…
Nachdem ein Ausdruck des Bildes sie zu Hause tief berührt hatte, machte sie sich zu Fuß auf den Weg zum Original.
„In großer Stille und Verborgenheit zwischen Tabernakel und Altar wartete das Herzstück auf mich. Mit meinen Bergschuhen an den Füßen, dem Pilgerstock in der Hand und meinen staunenden Augen trat ich näher. Kaum hatte ich meinen ersten Blick darauf geworfen, floss aus meinem Herzen ein reißender Liebesstrom dem Kunstwerk entgegen. Unglaublich: Ich war angekommen an meinem ersehnten Ziel, und gleichzeitig war ich voller Sehnsucht nach vielen Antworten und weiteren Tröstungen.“ (Oetting, Melanie: Gott hat meinen Schmerz vergoldet. S. 194f.)
Auf wundersame Weise kam das Kunstwerk schließlich zu ihr nach Hause.
Ich habe Melanie Oettings Buch fast in einem Rutsch durchgelesen, mit ihr geweint und gelacht und über Gottes so persönlichen Weg mit ihr gestaunt. Ich habe ihren Glauben und ihre Hingabe bewundert und ihre Bereitschaft, sich mit der Tiefe ihrer Seele auseinanderzusetzen. Ihr Weg macht Mut und spornt an, Gott ganz zu vertrauen und sich seiner Liebe hinzugeben.
Das beschriebene Bild kannst du hier betrachten – meine Lyrik dazu hier.
Das Buch findest du im Buchhandel und beim Fontisshop.
Ein Exemplar verlosen Melanie und ich hier.
Schreibe bis zum 08.03.2026 eine Mail an hallo @ himmelsdraht.de mit dem Stichwort „Gott hat meinen Schmerz vergoldet“ und du nimmst an der Verlosung teil.
Nur der Gewinner wird benachrichtigt. Teilnehmen dürfen Leser ab 18 Jahren.
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Was diesen Advent anders war
Falls du regelmäßig diesen Blog liest, wirst du von Anne Geverts Adventsstudie erfahren haben. Tatsächlich habe ich mir diese vorgeknöpft.
Wüstenzeiten
Der November ist da und meist genauso trüb wie die Jahre zuvor. Nur noch wenige Blätter leuchten gelb und die Seele sehnt sich nach Farben und Licht. Die Weihnachtszeit mit ihren Lichtern ist noch nicht angebrochen und es fühlt sich nach Zwischenzeit an.
Für viele Menschen ist es jedoch nicht nur Zwischenzeit, sondern auch Wüstenzeit.
In Deutschland ist es die kalte Jahreszeit – auch in der Wüste kann es eisig werden.
Gebet – Gottes Fingerzeig auf dem Weg
Jesus, lass mich entdecken, wer du bist und wie du mir begegnen willst.
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