Auto fahren
Daniela Irle
22. September 2025
Erinnerungen kommen hoch. An die ersten Wochen mit unserem Erstgeborenen, die ersten Momente, Tage und Wochen mit den anderen Kindern. Autofahren, Stillen, unterwegs wickeln. Was tun, wenn es auf einmal Minus 10 Grad sind…
Meine kleinen Neffen machen ihre ersten Ausflüge und Reisen, während wir das erste und bald zweite Mal mit unserem Sheltie längere Strecken mit dem Auto fahren.
Als unsere Kleinen greifen konnten, waren ihre liebsten Spielzeuge im Auto die großen Plastikwasserflaschen, die man mit Leichtigkeit herumdonnern, ablullern und zu beeindruckenden Geräuschen bewegen konnte.
Ich erinnere mich auch noch gut an eine Fahrt zu meinen Eltern, als wir gemeinsam mit allen dort Weihnachten feiern wollten. Unser halbjähriges Mädchen fand die aufkommende Dunkelheit scheinbar unheimlich und konnte sich einfach nicht beruhigen. Es dauerte, bis wir herausfanden, was das Problem war. Vorher probierten wir alles: Anhalten, Stillen, Wickeln, das gleiche von vorn. Rausnehmen, tragen. Warten. Auf die Uhr schauen und beten, dass wir doch endlich vorwärts und irgendwann ankommen würden. Händchenhalten und mit Bildchen auf dem leuchtenden Handy ablenken war dann schließlich die rettende Lösung.
Unser Hund bellt und schreit nicht beim Autofahren. Wir waren am Anfang total glücklich, dass er einfach entspannt geschlafen und scheinbar kein Problem mit unserem Lebensrhythmus und den Entfernungen zu Familie und Freunden hat.
Das änderte sich schlagartig und unerwartet, als wir uns zum Jahreswechsel auf den Weg machten. Ob er unsere Aufregung spürte, wie es erstmals mit ihm im Gepäck bei unserem Treffen werden würde, ob ihm übel wurde? Wir probierten wie bei unseren Babys alles Mögliche aus – und hielten vor allem ständig an. Denn Lee hechelte wie blöd, ein akutes Stresssymptom, wie uns Google versicherte.
Geduld… Sowohl die Kinder als auch der Hund sind unsere Trainer. Und ja, der Ehepartner – oft.
Unseren Kindern und dem Hund verlangen die Fahrten natürlich auch viel Geduld ab.
Wie früher unsere Eltern, halten wir tapfer Hörspiele, Musikwünsche und die leidige, sich endlos wiederholende Frage „Wann sind wir da?“ aus.
Bei unserem Hund fanden wir vor ein paar Wochen heraus, dass er in seiner Box hoch erhöht, so dass er den bestmöglichen Überblick hat, am entspanntesten ist. Einer göttlichen Eingebung folgend, zog auch eine Wassersprühflasche bei uns ein. So kann ihm ins aufgeregte Maul gespritzt werden, er entspannt sich und schließt das Maul.
Und… inzwischen fragen wir vor Wochenendtrips mit vielen Autostunden eine liebe Freundin als Hundesitterin an.
Diese Möglichkeit steht meinen Schwestern und unseren Neffen natürlich nicht zur Verfügung. Insofern leiden wir mit ihnen mit und beten fleißig, damit wir die Kleinen auch einmal bei uns willkommen heißen können, wenn es heißt: Zusammenpacken und alle Mann ins Auto!
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Mutig sein
Manchmal ist die mutigste Tat, etwas NICHT zu machen.
Ich liebe schon viele Jahre das Bilderbuch „Mutig, mutig“ von Lorenz Pauli und Kathrin Schärer, indem sich ein paar Tiere zu mutigen Taten auffordern. So findet der Frosch ein Blatt zu fressen mutig, die Schnecke dagegen köstlich. Sie wagt sich dafür aus ihrem Haus heraus, herum und wieder hinein.
Der kecke Spatz am Ende verwirrt im ersten Moment die Freunde, indem er sagt, er mache nicht mit. Doch schließlich wird er als der Mutigste bejubelt.
Schnell, schnell – der Schritt zu viel
Tap, tap – und zack. Das war der falsche Schritt.
Es war ein recht normaler Mittwochabend, eilig wollte ich eine meiner Töchter von einer Veranstaltung abholen. Schnell die die Treppe runter, dann zum Auto.
Dazu kam es jedoch nicht.
Zwischenzeit
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