Die Dahlie
Daniela Irle
9. November 2022
Seit Jahren begleitet sie mich im Sommer. Eine große, weiß blühende Dahlie.
Als wir vor acht Jahren umzogen, da zogen die Dahlienknollen mit mir und jedes Jahr wurde ich mit königlichen Blüten belohnt.
So manches Mal nahm ich eine als Geschenk zu Freunden mit.
Einmal staunte eine Empfängerin: „Sie sieht so schön aus, wie ein Brautkleid.“
Ein anderes Mal bekam ich ein persönliches kleines Fotobüchlein geschenkt, dessen Vorderseite das Bild meiner Dahlie zierte.
© Foto: Daniela Irle
Dieses Jahr wäre ich fast um die Freude an der Blüte betrogen worden. Inzwischen hatten sich die Knollen vermehrt und ich hatte sie mit Eifer an verschiedenen Stellen eingegraben.
Doch kaum wollte sich ein Blättchen entfalten, da wurde es von Schnecken gefressen.
Wieder und wieder. Hier und da schaffte es ein Halm, doch die Chancen standen schlecht.
In einem Gartenbuch hatte ich einmal entdeckt, dass man Sirup aus den Blüten herstellen kann.
Kein Wunder, dass die Schnecken die Pflanze liebten.
Schließlich hörte die Nässe auf – dafür kam die Hitze.
Ich versuchte zu gießen, doch es war zu heiß, das Wasser verdunstete zu rasch.
Mir wurde bewusst, dass ich die Blüten in den Jahren zuvor ein wenig zu selbstverständlich genommen hatte.
Ich verließ mich darauf, dass sie ganz sicher blühen würden.
In diesem Jahr beobachtete ich etwas Neues: Sobald es mal regnete,
sobald die Schnecken einen Moment zu langsam waren, sobald die Bedingungen sich auch nur ein klein wenig verbesserten, wagten die kleinen Blättchen und Stängel einen neuen Versuch zu wachsen.
An vielen Stellen war es Ende Oktober noch immer schlecht um die Dahlien bestellt.
Doch eine Knolle schaffte es:
Endlich in der Herbstsonne leuchtete die erste Blüte in altbekannter Größe und Schönheit, dann noch eine und noch eine, so dass sie mich bis in den November erfreuten.
Die Blüte erinnert mich an ihren Schöpfer. Und sie erinnert mich daran, dass es sich lohnt durchzuhalten.
Dass Seine Kraft, die in mir wohnt, Angriffe, Dürre, Herausforderungen überdauert.
Mehr Glauben leben?
Wüstenzeiten
Der November ist da und meist genauso trüb wie die Jahre zuvor. Nur noch wenige Blätter leuchten gelb und die Seele sehnt sich nach Farben und Licht. Die Weihnachtszeit mit ihren Lichtern ist noch nicht angebrochen und es fühlt sich nach Zwischenzeit an.
Für viele Menschen ist es jedoch nicht nur Zwischenzeit, sondern auch Wüstenzeit.
In Deutschland ist es die kalte Jahreszeit – auch in der Wüste kann es eisig werden.
Gebet – Gottes Fingerzeig auf dem Weg
Jesus, lass mich entdecken, wer du bist und wie du mir begegnen willst.
Adventsstudie – ein Interview mit Anne Gevert
Jedes Jahr aufs Neue bin ich überrascht und verwundert, wenn ich im September Nikoläuse und andere Weihnachtsartikel in den Läden erblicke. Als könnte es Ende November/ Anfang Dezember nichts dergleichen mehr geben und als müsse man sich rechtzeitig wappnen, um ja ein paar Wochen später nicht zu kurz zu kommen.
Als mir die Tage unerwartet ein Adventsartikel von einer Freundin empfohlen wurde, war ich dagegen sofort motiviert, auch andere darauf aufmerksam zu machen.
Worum es geht, erfährst du im folgenden Interview mit Anne Gevert und … es gibt nach langer Zeit auch mal wieder etwas zu gewinnen.
Dein Draht zu mir:
So erhältst du einmal pro Monat die Neuigkeiten:




