Die Geburt
Daniela Irle
16. Dezember 2021
Es war schließlich ein Tag im Februar.
Wir hatten schon länger gewartet.
Eigentlich schon seit dem 22. Januar fast täglich mit ihr gerechnet.
Sie war unser viertes Kind und ich war zwischendurch in großer Unruhe.
Was, wenn es wieder so schnell gehen würde?
Was, wenn mein Mann nicht rechtzeitig da wäre?
Was, wenn wir nicht schnell genug zum Krankenhaus kämen?
Was, wenn die Kreißsäle überfüllt wären? Was, wenn sie einfach zu Hause käme?
Was, wenn wir niemanden für unsere anderen Kinder erreichen würden?
Nun war es so weit. Doch anders als gedacht.
Einige Tage nach dem errechneten Termin waren die Wehen eindeutig.
Meine Schwiegermutter war bei uns zu Hause, ich hatte ruhig geschlafen, mein Mann war zu Hause.
Wir machten uns auf den Weg.
Es war ein ungünstiger Zeitpunkt.
Sie hatten schon länger gewartet.
Eigentlich schon seit Jahrhunderten waren Menschen gespannt gewesen.
Er war der Ersehnte, lang Erwartete.
Sie hatte sich gefragt, was ihr Mann sagen würde – zu der unerwarteten Schwangerschaft.
Sie hatte sich ausgemalt, wie es wäre allein zu sein. Sie hatte sich gefragt, wie diese – zumal ihre erste Geburt werden würde. Was geschehen würde, wenn er geboren wäre.
Nun war es so weit. Doch anders als gedacht.
Sie musste packen, ihr Zuhause verlassen. Voller Unruhe – nicht wissend was auf sie zukam.
Nur ihr Mann war bei ihr.
Sie machten sich auf den Weg.
Wir erreichten das Krankenhaus. Wurden freundlich aufgenommen. Untersucht.
Es war noch nicht so weit. Die Wehen hatten aufgehört. Was sollte das?
Jetzt würde es doch so gut passen.
Es war kaum etwas los auf der Station. Ungewöhnlich.
Wir bekamen einen Raum für uns allein, konnten uns ausruhen und warten.
Sie erreichten das Dorf. Bethlehem. Niemand wollte sie aufnehmen. Niemand schaute nach ihnen. Es war doch schon so weit. Die Wehen setzten ein. Was sollte das?
Jetzt ausgerechnet passte es überhaupt nicht.
Es war überall etwas los. Ungewöhnlich. Alles Häuser voll. Niemand hatte einen Raum für sie.
Wir hatten Zeit. So viel wie schon lange nicht mehr. Ungewöhnlich. Zeit zum Warten. Irgendwann war klar, wir konnten bleiben, das Kind würde kommen. Wir nutzten die Zeit.
Wir sangen. Wir hatten Platz, wir hatten Ruhe. Wir hörten Musik – Königsmusik – und sangen laut mit.
Sie hatten keine Zeit. So wenig wie noch nie zuvor. Ungewöhnlich. Keine Zeit zu warten.
Irgendwann war klar, das Kind würde kommen – doch wo sollten sie bleiben? Sie nutzten die einzige Möglichkeit. Sie nahmen den Stall. Sie hatten kaum Platz: doch Dreck und viel Staub.
Sie hörten die Tiere – Stallmusik- und dann ging es los.
Unser Kind wurde geboren. Eine Hebamme war da. Der Arzt kam zum Schluss. Es war wunderbar. Wenig Schmerzen – viel Freude. Das Warten hatte sich gelohnt. Wir waren voll Dankbarkeit und Staunen. Unser Kind – das schrie.
Das Kind wurde geboren. Keine Hebamme war da. Kein Arzt war zur Stelle. Es war voller Not. Viele Schmerzen – viel Sorge? Doch die Schmerzen hatten sich gelohnt. Sie waren voll Dankbarkeit und Staunen. Ihr besonderes Kind – ob es wohl schrie?
Die Königsmusik erklang. Für die Ärmsten der Armen. Für die, die ohne zu Hause waren.
Und sie kamen zum Kind. Sie hatten die Botschaft gehört:
„Fürchtet euch nicht. Das Kind ist geboren. Der Retter ist da.“
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Hier erklingt auch Königsmusik:
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Herzliche Einladung bei meiner Weihnachtsverlosung teilzunehmen!
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Einsendeschluss ist der 20.12.2012, 24Uhr
Ich benachrichtige die Gewinner am 21.12.2012.
Mit etwas Glück ist die Überraschung pünktlich zum Fest da.
Mehr Erinnern und Bewahren?
Geschützt: Über Wunder. Überwinder. 50 Jahre Mexiko!
Es gibt keinen Textauszug, da dies ein geschützter Beitrag ist.
Wertvoll – Sarahs Weg mit Jesus
Sarah ist mit Jesus auf einem inspirierenden und spannenden Weg, zu dem ich ihr ein paar Fragen gestellt habe. Sie nimmt uns mit hinein in die Tiefen, die sie erlebt hat und berichtet, wie sie Schritte bergauf gehen konnte.
Schritte in eine große Aufgabe – Das Bethelzentrum in Neuwied e.V.
Alles begann 2018 mit einer Einladung zu einem Frauenfrühstück, bei dem das Bethelzentrum vorgestellt werden sollte.
Ursula dagegen war so ruhig im Gespräch auch mit der deutschen Botschaft und dem Regierungspräsidium in Deutschland, dass sämtliche Zuhörer am Telefon staunten. Sie hatte von Gott die für sie nötigen Zusagen und somit Zuversicht erhalten.
Gemeinsam mit ihrer Tochter bestanden sie darauf, dass sie Hilfe nur annehmen würden, wenn auf jede Form der Gewaltanwendung verzichtet werden würde.
Bei Gottfried ließ sich der Boss persönlich zu einem Gespräch mit ihm herab. Zunächst marterte er ihn mit Fragen nach Ursula und ob er sie liebe und nicht gerne hier bei sich haben wollte. Doch als der deutsche Gefangene ihm versicherte, dass er sein und das Leben seiner Frau in Gottes Hand wisse, wollte er doch mehr erfahren und selbst eine Geschichte hören.
Ohne groß nachzudenken, sprudelte aus Gottfried die Geschichte aus dem alten Testament von David, seinem Ehebruch mit der Frau Batseba, dem Mord an ihrem Mann und seinen Lügen heraus.
Als er an die Stelle kam, wo David vom Propheten Nathan zur Rede gestellt wurde, zeigte sein Finger auf den Boss persönlich, als er die Anklage zitierte: „Du bist der Mann!“
Alles verstummte entsetzt.
Doch kein Wutausbruch, keine Gewalt folgten. Sondern weiteres Interesse und Nachfragen.
Schließlich wurde das Lager geräumt und Gottfried wieder auf einen kleinen LKW verladen.
Weiter unten im Tal wurde weiterverhandelt und diskutiert. Erst sollte Ursula ganz allein kommen, was Gottfried zu verhindern suchte.
Schließlich erhielt diese die Erlaubnis im Auto eines Freundes gemeinsam mit diesem zum Treffpunkt zu fahren.
Einmal, zweimal fuhren sie in der Dämmerung die beschriebene Strecke entlang.
Von Gottfried keine Spur.
Als die Übergabezeit längst verstrichen und es stockdunkel geworden war, stellten die Verbrecher ein Ultimatum und erlaubten dem Entführten schließlich sich mit einem Zweig und einem Stück Karton allein an die Straße zu stellen. Der hatte immer wieder gebetet: Herr, stärke meine Nerven und meinen Glauben.“
Ein Auto nach dem anderen rauschte vorbei, bis zuletzt ein Wagen hielt.
Das abgesprochene Kennzeichen fehlte, doch Gottfried konnte die Stimmen zuordnen.
Endlich konnte er seine Ursula tränenüberströmt in die Arme schließen.
Gottes Zusage war eingetroffen: „Der Gefangene wird eilends losgegeben, dass er nicht sterbe und begraben werde“*.
Ich muss gestehen, dass ich eine solche Form von Krimi doch ganz spannend finde.
Natürlich auch, weil es gut ausgegangen ist, aber vor allem, weil Gottes Liebesspur überall zu finden ist.
So sind nun meine geblümten Tassen mit noch weiteren Erinnerungen behaftet und rufen mir die Treue und Verlässlichkeit Gottes umso mehr ins Gedächtnis.
*(https://www.bibleserver.com/LUT/Jesaja51LUTH., gefunden am 23.10.2023, 17:05h)
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