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HolyArtGallery – Ein Interview mit Tanja Strass

Daniela Irle

22. April 2024

Liebe Tanja, vielen lieben Dank, dass deine Bilder hier im Blog präsentiert werden dürfen!! Zunächst sieht man hier ja nur eines, aber es werden die nächsten Monate noch zwei weitere erscheinen, die mit ihrer ganz eigenen Botschaft für sich sprechen werden.

Ich freue mich sehr, unser (schriftliches) Gespräch hier mit meinen Lesern teilen zu dürfen.

Herztöne.-Lauschen-auf-den-Klang-des-Leben

© Foto: Tanja Strass

Was machst du so in deinem Leben? Ist die Kunst dein Hauptbetätigungsfeld?

Ich bin Mutter, Künstlerin, Lehrerin und Seelsorgerin.

Wenn mir vor ein paar Jahren jemand die gleiche Frage gestellt hätte, wäre meine Antwort noch ganz anders ausgefallen.

Ich war 22 Jahre lang Realschullehrerin für Kunst und Englisch und bin immer davon ausgegangen, dass ich das bis zur Rente auch bleiben werde.

Schon als Kind habe ich gerne gezeichnet und gemalt, aber nach meinem Studium hatte ich das Thema Kunst eigentlich ad acta gelegt.

Dann, vor ca. 6 Jahren hatte ich auf einmal Lust, wieder einen Pinsel in die Hand zu nehmen. Dabei sind dann einige Bilder entstanden, die eine ganz andere Qualität und Ausstrahlung hatten als alles, was ich bisher gemalt hatte.

Meine Schwester hatte dann die Idee, meine Bilder auf Karten drucken zu lassen, weil mich immer mehr Leute angesprochen haben, wie sie meine Bilder bekommen können.

Inzwischen habe ich meine sichere Beamtenstelle an den Nagel gehängt und ein Gewerbe angemeldet.

Ich arbeite immer noch ein paar Stunden als Lehrerin an einer christlichen Grundschule, aber hauptsächlich bin ich Künstlerin. Ich bin so dankbar, dass mich Gott diesen Weg geführt hat und damit in eine Berufung hinein, die für mich völlig unerwartet kam.

Ich habe einen Strom von inneren Bildern, die ich male. Am meisten beschenkt es mich, wenn mir Leute erzählen, wie meine Bilder in ihr Herz gesprochen haben oder ihnen von Gott schon ein ähnliches Bild geschenkt wurde.

Ich verkaufe Drucke und Originale über meine Homepage www.holyart.gallery.

Ich glaube, Gott verwendet Kunst auf besondere Art um das Gehirn zu überspringen und direkt ins Herz zu sprechen.

Das heute hier ausgestellte Gemälde heute zeigt einen offenen Käfig mit zwei dem Käfig entkommenen Vögeln.

Wie kam es zu diesem Bild mit dem Titel „Befreit“?

Meine Schwester Julia hat mir eine Geschichte erzählt, die mich sehr bewegt hat.

In dieser Geschichte sieht ein Mann auf dem Heimweg durch den Park einen Jungen, der einen Käfig mit völlig verängstigten kleinen Vögeln hat. Er quält sie mit Stöcken, die er durch die Gitterstäbe steckt. Der Mann hat Erbarmen und bittet den Jungen, die Vögel freizulassen. Der Junge weigert sich und sagt, dass er mit seinen Vögeln machen kann, was er will.

Der Mann kann kaum mit ansehen, was der Junge mit seinen Gefangenen macht und er bittet ihn, ihm den Käfig mit den verängstigen kleinen Vögelchen zu verkaufen.

Am Ende gibt der Mann alles, was er im Geldbeutel hat und seine Schuhe noch dazu.
Als er den Käfig endlich hat, öffnet er das Türchen weit und die Vögel fliegen endlich in die Freiheit.
Der Mann kann in ihrem Gesang fast hören, wie sie rufen: Befreit! Redeemed!

Diese Geschichte ist so ein für mich ein so bewegendes Gleichnis, für das was Jesus für uns getan hat. Er hat uns aus den Klauen desjenigen frei gekauft, der es liebt, uns zu quälen.

Hat das Bild auch für dich persönlich eine Bedeutung?

Auf jeden Fall, auch wenn mir das erst später auffiel.

Im Prozess der Entscheidung, ob ich meine Beamtenstelle aufgeben soll, wurde mir plötzlich bewusst, dass ich einen goldenen Käfig gemalt hatte, obwohl das ja eigentlich nicht Teil der Geschichte ist.
Ich hatte von der Schule immer als meinem goldenen Käfig gesprochen. Ohne es zu merken hatte ich ein prophetisches Bild für mich selbst gemalt.

Das hat mir tatsächlich auch bei der Entscheidung geholfen, den Sprung zu wagen.

Das ist ja spannend! Wie kam es dazu, dass du bereit wurdest, deinen Beamtenstatus loszulassen und es drauf ankommen zu lassen?

Schrittweise hat mich Gott immer mehr dahin geführt, meine Gesundheit und meine Sicherheit in seine Hände zu legen. Ich muss allerdings dazu sagen, dass ich einen Mann habe, der mich unterstützt.

In einigen Jahren hätte ich meine Stundenzahl an der Schule sehr deutlich erhöhen müssen und ich musste mich entscheiden, in was ich meine Zeit investieren will.

Ich war immer gerne Lehrerin, aber ich wusste, dass Gott mich ruft, Künstlerin zu sein.

Wie bist du überhaupt zum Malen gekommen?

Ich habe schon im Kindergarten fast ständig gemalt und Menschen waren dabei mein Lieblingsthema. Während des Kunststudiums an der Uni sind natürlich auch viele Bilder entstanden.  Meine Bilder waren nicht schlecht, aber ihnen hat die tiefere Bedeutung gefehlt. In meiner Zeit als Realschullehrerin habe ich dann höchstens noch Deko für unser Haus gemacht.

Als Gott dann die Kunst in meinem Leben wieder aufgeweckt hat, habe ich nach und nach alle meine alten Bilder übermalt und vor allem während Corona hat das Malen einen großen Teil meiner Zeit gefüllt.

Seit wann gibt es deine digitale Galerie?

Meine Homepage ist entstanden, als mich immer mehr Leute gefragt haben, wo sie meine Bilder finden können. Das ist jetzt zwei Jahre her.

Der Name ist eigentlich eher aus der Not geboren, weil alle Domains, die ich eigentlich gewollt hatte, schon vergeben waren.

Aber danach habe ich mich an eine Prophetie erinnert, in der es darum ging, dass ich eine Galerie haben würde. Damals hatte ich noch nicht viel damit anfangen können.

Jetzt habe ich eine Online Galerie!

Was hat dich ermutigt, loszugehen und mit der Kunst an die Welt heranzutreten?

Gott hat mir ein paar Menschen an die Seite gestellt, die mich immer mehr herausgefordert und ermutigt haben.

Im Nachhinein sehe ich, wie gut Gott das gemacht hat. Immer ein Schritt nach dem anderen.

Wenn ich das alles auf einmal hätte machen müssen, hätte mich das so überfordert, dass ich es wahrscheinlich ganz gelassen hätte.

Ich bin definitiv nicht die geborene Geschäftsfrau und manchmal verzweifelt mein Mann ein bisschen daran.
Aber ich lerne immer mehr, und ich hole mir in den Bereichen, in denen ich selbst nicht weiterkomme, Unterstützung.

Inzwischen teile ich mir mit einer anderen Künstlerin ein Atelier, das auch ein großes Schaufenster hat. Raus aus der Verborgenheit!

Wie bekommst du alles unter einen Hut?

Das ist tatsächlich manchmal gar nicht so leicht. Eine Zeitlang habe ich tatsächlich versucht, zu viele Bälle gleichzeitig in der Luft zu halten. Im Moment habe ich den Bereich Seelsorge und Mentoring, der mir eigentlich auch sehr am Herzen liegt, sehr zurückgefahren.

Wofür brennt noch dein Herz?

Ich liebe es zu predigen. Das mache ich am liebsten in Verbindung mit meinen Bildern. Ich muss immer wieder meinen Fokus neu schärfen. Es geht nicht in erster Linie darum, als Künstlerin bekannt zu werden und mit meinen Bildern Geld zu verdienen. Ich will, dass mein Leben, meine Kunst, mein Mund davon erzählen, wie Gott ist und wer er für uns sein möchte. Das Thema Identität liegt mir sehr am Herzen.

Magst du schon einmal teasern, zu welchen Themen die nächsten beiden Bilder, die hier gezeigt werden gehören?

Ich freue mich schon darauf, mein Herzensbild vorstellen. Dieses Bild würde ich auch für sehr viel Geld niemals verkaufen. Ein echtes Identitätsbild. Und noch ein anderes, bei dem es um das Thema Hochzeit geht.

Kannst du zu dem einen oder anderen schon einmal etwas verraten? Über die Entstehungsprozess oder was auch immer dir dazu wichtig ist?

Gott spricht immer wieder durch meine Bilder auch zu mir. Es ist manchmal so herausfordernd, zu lernen, dass wir uns Gottes Wohlgefallen nicht verdienen können. Die Krone ist unverdient, wir sind nur deshalb würdig, Jesu Braut zu sein, weil er uns reingewaschen hat, uns neue Kleider gibt und weil er den Brautpreis bezahlt hat.

Was ist dein Wunsch für die Leser dieses Blogs?

Wenn du, lieber Leser, das Gefühl hast, auch in einem Käfig festzustecken, dann wünsche ich dir, dass du in die Freiheit kommen kannst, die Jesus für dich erkauft hat. Die Tür steht offen, der Preis ist bezahlt.

Der Himmel ist für dich bankrott gegangen, weil du so kostbar und so wichtig bist.

Bill Johnson hat einmal gesagt: Ich kann es mir nicht leisten, einen Gedanken über mich selbst zu denken, den Gott nicht denken würde.

Oft fühlen wir uns so unwürdig, aber Gott hat entschieden, dass du es wert bist, alles für dich zu geben.

Hab ganz vielen Dank für Deine Zeit und Dein Herz!!

Du findest Tanjas Galerie unter folgendem Link: https://holyart.gallery/

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