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Ich nehme den Segen

Daniela Irle

14. Juli 2022

Es duftet nach Rose, als ich mich an den Schreibtisch setze.
Nach dem Öl der göttlichen Liebe, wie ich kürzlich erst gelernt habe.

Gleichzeitig sehe ich Bilder der Flutkatastrophe im Ahrtal vor mir:
Schlamm, die zerstörte Autobahnbrücke, lese von Hilfeschreien und wie die Katastrophe so weit kommen konnte und was sie hätte verhindern können.

Wie geht das zusammen?

Ich nehme den Duft stark wahr. Ich habe das Öl auf meinen Pulsflächen aufgetragen.
Bei jeder Bewegung strömt der Rosenduft in meine Nase.
Gott ist da. Der Wohlgeruch erinnert mich daran.

Mäggie hat mir das Öl geschenkt.

Mäggie, die letztes Jahr in der Nacht vom 14. auf den 15. Juli brusthoch im kalten Schlammwasser stand, ihre drei Kinder retten und zusehen musste, wie ihr Haus, das sie erst vor einem Jahr bezogen hatte, vor ihren Augen voll Schlamm und Wasser lief.

Ich kenne Mäggie noch nicht lange. Erst Anfang Juni haben wir uns kennengelernt. Per Zoom.
Am späten Abend.
Denn ihre Mädchen schlafen im gleichen Raum wie sie und die Küche nebenan ist nicht abgetrennt. Man hört jedes Wort.
Ich sah erst Mäggie. Johann, ihr Mann, kam etwas später dazu.
Vor 17 Jahren hatte ich ihn zuletzt gesehen.

Johann, dessen Name in mir besondere Erinnerungen hervorruft.
Johann, der dabei war, als mein Bruder ihm plötzlich nicht mehr auf dem Motorrad folgte.
Johann, der die weißen Sarghandschuhe trug, als er meinen Bruder auf seinem letzten Weg begleitete.
Johann, der nun mit breitem Kreuz und Bart am Küchentisch neben Mäggie saß.

Es war für mich ein ganz besonderer Moment, ihn nach so langer Zeit wiederzusehen und auch Mäggie kennenzulernen.
Wir erzählten uns von unseren Kindern, ich erfuhr, dass sie bald auch vier Kinder haben würden.
„Wow“, staunte ich. „Und das in dieser Situation.“

Mäggies Gesicht leuchtete. Sie strahlte von innen.
Sie wirkte auf mich nicht wie eine traumatisierte Frau, die in Todesgefahr gewesen war und ihre Kinder retten musste.
Sie beide, Johann und sie, hatten sich auf das Gespräch mit mir eingelassen.
„Ich würde gern über euch schreiben“, hatte ich ihnen gesagt.
Das war nur ein Gedanke gewesen, der mich nicht losgelassen hatte.

Ich konnte nicht ahnen, was ich dadurch alles erfahren würde.

Hätten Freunde von ihnen letztes Jahr nicht einen Spendenaufruf für sie gestartet, wäre ich vermutlich gar nicht auf die Idee gekommen wieder in Kontakt zu treten.
Nun saß ich ihnen gegenüber und war dankbar.
Dankbar über unser Wiedersehen und dankbar, ihre Geschichte hören zu dürfen.
Die vor und die nach der Flut. Und die während der Flut.
Wir redeten und redeten. Ich tippte und tippte, um nichts zu vergessen.

„Du musst unbedingt kommen, Dani!“, meinte Johann, und sprach damit aus, was auch ich fühlte. „Ihr könnt als ganze Familie kommen, ihr könnt auch übernachten. Das bekommen wir alles hin“, ergänzte Mäggie.

Und wir kamen. Als ganze Familie.

Plötzlich waren wir da.
Vor dem großen blauen Tor in Miel, das die Sicht auf das riesige Anwesen versperrte.

Wir drückten auf die Klingel und warteten.
Schließlich öffnete sich das Tor und gab den Blick frei auf viel Grün, einen Anhänger mit Heuballen, zwei beeindruckende alte gemauerte Säulen, einen Sumpf, Pferdekoppel mit Pferden und Stall, einen Wohnwagen und fast schon nebensächlich:
Ein unscheinbares weißes flaches Haus gegenüber einem mit braunem Wasser gefüllten Teich.
Der Steg zum Teich hatte keine Paneelen mehr und wirkte seltsam nackt wie ein verlorener Schiffsanleger.

Am Haus blühten die Rosen.

Vor dem Haus stand ein massiver Tisch mit Bänken, der wie mit Zucker von den Baumblättern bestreut war.
Die riesige Buche daneben stand wie ein Wächter der Terrasse daneben
und spendete den willkommenen Schatten in der Mittagshitze.
Als erste sahen wir Charlotte. Mit ihrem Röckchen lief sie über den Weg und zeigte uns, wo wir Johann finden konnten. Charlotte, die genauso alt war wie meine Lotta.

Im Stall bei den Heuballen fanden wir ihn.
„Habt ihr Hunger?“, fragte er und führte uns nach einem herzlichen Willkommen zum Seitengebäude des Hauses.
Dort befand sich die kleine Einliegerwohnung mit einem Schlafzimmer, kleiner Küche und dem mit Vorhang abgetrenntem Bad.
Das Bad musste noch ohne Waschbecken auskommen, die Zahnbürsten standen an der Küchenspüle.
Es war ein für mich fast überwältigender Anblick, der mich Demut und Dankbarkeit spüren ließ.
Alles auf engstem Raum, jedes Kind hatte ein kleines Wäschefach.
Die Küche war nur mit dem Allernötigsten ausgestattet.
Die Regale offen, keine richtigen Schränke. Die Wände nackt.
Am Herd stand eine große Metallschale mit Bolognesesauce, die Mäggie gekocht hatte.
Am 14.Juli 2021 hatte es auch Bolognese geben sollen.
Bevor die ganze Familie zu ihrem Ausflug nach Holland aufbrach, hatte Johann sie vorbereitet.
So lecker wie immer, mit einer Kochzeit von mindestens drei Stunden.
Tatsächlich wurde die Bolognese auch gegessen. Einen Tag später.
Bei Freunden in der Küche, die sie in der Nacht aufgenommen hatten.
Erst die Mädchen, später Johann und Mäggie.
Johann hatte den schweren Topf mitten in der Nacht hoch über dem Wasser getragen.

„Echte Überlebenskünstler“, so nannte ich die beiden.

Auch die ätherischen Öle, die Mäggie verwendete, sah ich bei meinem Betreten der Küche.
Es war viel auf einmal:
Viel Geschichte, viele Emotionen, neue Menschen, viele Gegenstände auf einmal.
Gemeinsam trugen wir die zusammengewürfelten Tassen, unterschiedlichste Teller und Besteck zum großen Tisch unter der Buche.
Wischten den Zucker ab und setzten uns auf die vom Buchensaft klebrigen Bänke, aßen, redeten und begrüßten schließlich Mäggie mit den beiden anderen Mädchen, die noch unterwegs gewesen waren.
Den Tisch aus Kirschbaumholz hatten die beiden ein Jahr zuvor per Anzeige als
„Zu Verschenken“ gefunden.
Er war so massiv, dass er die Wassermassen überlebt hatte.

Es war ein einziges Wunder. Mäggie zeigte mir die riesigen und schweren Baumstämme, die von einem Ende des Grundstücks zum nächsten getrieben worden waren, … und fast eine schwere Verwüstung angerichtet hätten.

Als das Wasser kam, wurden riesige grüne Sandwichplatten, die für ein Projekt bereitlagen,  so vor das Haus gespült, dass Johann und Mäggie die zehn meterlangen Platten heben und als Barrikade vor dem Haus aufstellen konnten.
Ohne die Platten wären die Fenster zerbrochen und die Baustämme und das Treibgut mitten im Wohnzimmer gelandet.
Vermutlich hatten ein paar Engel schon alles vorbereitet und mit angepackt.

Und das war nur eins von vielen Wundern, von denen ich erfuhr.
Eigentlich wäre die Familie weit weg an der Zugspitze gewesen, wäre vermutlich geklettert, denn das war eins ihrer Hobbies.
Doch es war so schlechtes Wetter angekündigt gewesen, dass sie beschlossen hatten ihren Urlaub zu Hause zu verbringen und Ausflüge von dort zu machen.
Nur 24 Stunden vor der Flut waren sie im Ahrtal gewandert.
Als sie von ihrem nächsten Ausflug am darauffolgenden Tag zurückkehrten, standen schon die Wiesen der umliegenden Ortschaften unter Wasser.
Mitleidig betrachteten sie im Vorbeifahren die Häuser, deren Keller vermutlich schon etwas Wasser hatten. Es regnete und regnete.
Unterwegs erreichte sie noch die Frage, ob bei ihnen zu Hause alles in Ordnung sei.
Johann und Mäggie
antworteten ruhig und zuversichtlich.
Als sie jedoch die Autobahn verließen, dämmerte ihnen, dass möglicherweise auch bei ihnen schon das Wasser stand.

Gegen 19.15 Uhr am 14. Juli 2021 erreichten sie das Hoftor.
Per Knopfdruck auf dem Handy öffnete es sich. Ein weiteres Wunder.
Denn drei Minuten später war der Strom weg.

Im Hintergrund war das Rauschen eines Flusses zu hören.
Im Haus angekommen, die erschreckende Tatsache: Wasser. 20 cm hoch im Keller.

Während sich Mäggie entsetzt um Gegenstände und Wasser im Keller kümmerte, Johann die überlaufenden Regenrinnen richtete, stieg das Wasser um sie herum und näherte sich in Windeseile dem kleinen weißen Haus. Die beiden Bäche in der Nähe des Hauses waren schon zu einem geworden und der Teich um einige Meter Durchmesser gewachsen.
Noch konnten die Mädchen mit Schirmen und Gummistiefeln über den Weg gehen.
Kein Strom, kein Handynetz, kein Telefon mehr. Kein Kontakt zur Außenwelt.
Das Wasser stieg.
Immer wieder der Gedanke. „Jetzt ist es genug. Bestimmt hört es gleich auf.
Wenn wir alles hochstellen, wird den Sachen nichts passieren.“

20 Uhr.
Das Wasser war weiter gestiegen. Zuerst war es nur ein Rinnsal im hinteren Teil des Grundstücks gewesen, das sich jedoch rasch vergrößerte.
Besorgt lief Johann das gesamte Anwesen ab.

21 Uhr. Johann rannte ins Haus. Die erste Flutwelle war angerollt.
Mäggie, schnapp dir die Kinder, rein ins Auto. Schnell, wir müssen raus hier!
Panik lag in seiner Stimme.
Bis alle im Auto waren, wurde klar: „Das geht nicht mehr.“
Der angespülte Sand und das Wasser standen zu hoch.
Gemeinsam mit den Mädchen und dem Hund verließ Mäggie durch knietiefes Wasser den Hof. Sie und die Kinder mussten am Zaun entlangklettern, um nicht von der reißenden Strömung weggespült zu werden.
Zu Fuß, hoch, ein Stück weiter zu Freunden, die weiter oben lebten.
In der Zwischenzeit erreichte das Wasser die 80 cm Grenze.

21.30 Uhr.
Die Kinder waren in Sicherheit. Gott sei Dank!

Mäggie kämpfte sich zurück zum Haus.
Was sollte mit den acht Pferden geschehen?
Johann hatte sie in der Zwischenzeit schon von der Koppel genommen.
Wie sollten sie das schaffen?
Die Einsteller, die Besitzer der Pferde, waren ohne Telefonnetz nicht zu erreichen.
Drei Nachbarn kamen dazu und halfen den Strom am Zaun abzustellen und die Pferde auf eine etwas höher liegende Wiese zu bringen.

Beide, Johann und Mäggie, versuchten immer wieder zu retten, was kaum zu retten war.
Gedankenblitze durchzuckten Mäggie. „War es falsch gewesen das Haus zu kaufen?
Was, wenn sie alles verlieren würden?“

22.20 Uhr:
Johann versuchte sein Glück bei der Feuerwehr, um möglicherweise Hilfe zur Rettung der Pferde zu erhalten. Mit halbem Ohr hörte er, wie die Lage in anderen Teilen der Region sein musste: Sie retteten Menschen mit Hubschraubern aus den Häusern.
Für ihn relativierte sich seine Lage. „Es sind nur Pferde.“
Mäggie kämpfte sich erneut erschöpft und verzweifelt durch zu Kindern und Hund, die nicht fassen konnten, dass ihr Zuhause unter Wasser stand und sie dem Tod im Schlammwasser entronnen waren.

22.50 Uhr.
Es gelang Mäggie, zu einem Nachbarn durchzukommen, dessen Telefon wundersam kurzfristig funktionierte. Drei der Einsteller konnte sie erreichen.
„Ich kann euch nicht versprechen, was mit euren Tieren nun geschieht.
Bei uns ist Land unter.“

23 Uhr.
Johann und Mäggie schleppten im Haus die Gegenstände,
während der Keller komplett volllief.
Die nächste Welle war in der Zwischenzeit angerollt und hatte den Wasserstand um weitere 80 cm erhöht. Der immer stärker werdenden Strömung der Wassermassen hielt die Mauer an der Grundstücksgrenze nicht mehr stand und brach. Zwei Minuten später stürzte eine riesige Buche in den Teich vor dem Haus.

1 Uhr.
Gegenstände streiften ihre Beine und Körper, als Johann und Mäggie in der Finsternis das Grundstück verließen. Völlig erschöpft und durchgefroren hielten sie kurz inne und schauten zurück. Verzweifelt und von aller Kraft verlassen klammerte sich Mäggie an Johann.
Mit aller ihm zur Verfügung stehenden Überzeugung sprach er ihr Mut zu:
Entweder ist das unser finanzieller Untergang oder es ist ein Segen und Gott macht etwas Gutes daraus.

Gemeinsam meisterten sie den Weg zu ihren Freunden, um nach den Mädchen zu schauen. Mäggie blieb ermattet bei ihnen.

2 Uhr.
Johann machte sich erneut auf den Weg zur Feuerwehr. Dort traf er auf die beiden Einstellerinnen, denen es mit Tapferkeit und absoluter Willensstärke gelungen war durch das hüfthohe Wasser zu ihnen zu gelangen.

Gemeinsam wagten sie es, die unruhigen Pferde rauszuführen. Eines hatte sich im Zaun verfangen und musste rausgeschnitten werden. Auf wundersame Weise gelang es, die Pferde und etwas Heu zu einem Haus weiter oben im Dorf zu bringen, wo diese den Innenhof und den Garten des Besitzers zertrampeln durften.

4 Uhr.
Johann genehmigte sich eineinhalb Stunden Schlaf bei seiner Familie.

6 Uhr.
Auf ging’s. Die Pferde brauchten eine neue Bleibe. Der höher gelegene Nachbarstall einen Kilometer weiter, war die erste Adresse. Johann klingelte die Besitzer wach und schilderte knapp die Ereignisse der Nacht. Prompt und ohne weitere Fragen zu stellen durften die Pferde dort untergestellt werden. Um 8:30 waren alle Pferde umgesiedelt und gut versorgt.

„Wir waren genau an der Grenze.“, erklärte mir Johann. „Der andere Hof war kaum betroffen.

 

Um 10 Uhr des 15. Juli 2021 war das Wasser gesunken.

Mäggie und die Kinder begutachteten den Schaden:
Mülltonnen, Bänke, Holz, Unrat übersäten das Grundstück.
Die Sofas der Nachbarn hingen im Zaun.

Ich schluckte.
Eine einzige Nacht, die das ganze Leben verändert hatte.


Der Donnerstag war geprägt von Angst und Furcht. Der Staudamm an der Steinbach drohte zu brechen. Immer wieder menschengemachte Panik. „Das war alles viel schlimmer als die Flutnacht“, meinte Mäggie.

Schließlich, um 3 Uhr in der Folgenacht, wurden alle aus den Betten gerufen.  
Die
Evakuierung mit den Ernteanhängern des Landwirts aus der Nachbarschaft startete, um alle Menschen aus dem Gebiet vor einer möglichen weiteren Katastrophe durch den Staudammdurchbruch zu retten. Johann, Mäggie und die Mädchen kamen bei der Bundespolizei unter.

Freitag, 16.7.2021.
Die Sonne schien an diesem nächsten Tag und während die Wiesen noch unter Wasser standen, trocknete allmählich der Weg zum Haus.

Am frühen Abend war das Wasser an der Einfahrt vor dem Haus verdunstet und die Familienangehörigen wussten seit dem Vorabend, dass Mäggie, Johann, die Kinder, der Hund und die Pferde am Leben waren.

 

 

Johann und Mäggie erzählten, was sich alles noch an diesem Abend und den folgenden Tagen bis Montag ereignete.

Die schockierende Erkenntnis:
Sie waren nicht für so eine Katastrophe versichert gewesen.

Was nun?
Der hohe Kredit!
Sie hatten doch so lange überlegt und gewartet. Sie waren sich dann doch ganz sicher gewesen, dass es ihr von Gott auserwählter Platz war.
Johann hatte schon Jahre zuvor so einen Ort von Gott gezeigt bekommen. 
Gott hatte den Ort sogar auf außergewöhnliche Weise vorbereitet.
Einige Jahre hatte eine ihnen unbekannte junge Frau für diesen Ort mit Wiesen, Stall und Teich gebetet, weil Gott es ihr aufs Herz gelegt hatte.
Bis zu der Nacht, als sie von einem Staffellauf träumte und die Staffel abgegeben hatte.
Dem Tag des Kaufvertrags von Mäggie und Johann …

Mäggie hatte in den Schwierigkeiten der ersten Zeit im neuen Haus, wo es zahlreiche Kämpfe mit vielen Ämtern und anderen Besonderheiten gegeben hatte, eine außergewöhnliche Entdeckung gemacht:

Einen Stein, der ihr aufgrund seiner Form beim Ausmisten der Ställe auffiel.
Glatt, rund. Mit einem Wort hineingearbeitet: Frieden.

Und nun… statt Frieden der komplette Ruin?

 Das war die eine Möglichkeit.

Die andere war, Gott zuzutrauen, dass er alles in Segen verwandeln konnte.

„Ich nehme den Segen“, beschloss Mäggie.

Und er kam.
Teilweise in völlig unerwarteter Form.

Wie viele Menschen warten heute, ein Jahr später, noch auf einen Gutachter, auf das nächste Schreiben, die lang ersehnte Genehmigung, um endlich mit dem Wiederaufbau oder der Renovierung zu starten?!

Mäggie und Johann erlebten andere Hilfe. Von Freunden, Familie, von Nachbarn, Arbeitskollegen, von fremden Menschen.

So wuschen die Partnerinnen von Johanns Freunden alle Kinderkleidung direkt wieder und wieder durch, um sie von Schlamm und Dreck zu befreien. Durch diese Soforthilfe konnte viel gerettet werden.

Elektrogeräte und Expertise wurden gespendet.

Eines Tages, als Mäggie an einem Tiefpunkt angelangt mit Gott ins Gespräch ging und ihn um unterstützende Engel bat, tauchte plötzlich eine Dame in erfrischendem Pink mitten im Dreck auf. Sie stellte sich als Steuerberaterin vor und nahm kurzerhand einen Berg Papier unter ihre Fittiche.

Ab September meldeten sich andere bis dahin unbekannte Menschen zur Stelle.
Sie kamen viele Wochenenden immer wieder treu, um Johann und Mäggie zu unterstützen.  
Unter anderem gehörten sie zum Hoffnungswerk, das sich neu als Hilfswerk für die von der Flutkatastrophe betroffenen Menschen gegründet hatte.

Dankbarkeit. Das ist das passende Wort für Mäggie und Johann.
Dankbarkeit und Vertrauen lassen sie aufrecht gehen und zuversichtlich weiter nach vorne sehen, trotz der großen Menge an Arbeit, die noch immer auf sie wartet.

Ihr und mein Anliegen ist es, dass noch mehr von der Flut betroffene Menschen wieder aufrecht und zuversichtlich in die Zukunft gehen können.

Daher bitten wir mit diesem Artikel um Unterstützung für das Hoffnungswerk, das inzwischen fester Bestandteil des Ahrtals geworden ist.

Jede(r) Spender(in) über 18 Jahren, der/die unter dem Betreff „Erhebt eure Häupter“
bis zum 30. November um 24 Uhr 2022 einen Mindestbeitrag von 10 Euro
(nach oben gibt es natürlich keine Grenze 😉) an das Hoffnungswerk überweist, nimmt als Bonus an einer Verlosung teil. 
(Klick hier:)

 

 

„Erhebt eure Häupter, denn siehe eure Erlösung naht.“
lautet der Titel des extra für diesen Zweck gemalten abstrakten Gemäldes (50 x 40 cm; Acryl auf Leinwand) von Christina Muth.
Pünktlich zu Weihnachten wird es vom Hoffnungswerk verlost und verschickt.

Herzlichen Dank an Christina Muth für die großzügige Spende des Gemäldes!! 

 

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