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Schnell, schnell – der Schritt zu viel

 

Daniela Irle

26. März 2026

Tap, tap  – und zack. Das war der falsche Schritt.
Es war ein recht normaler Mittwochabend, eilig wollte ich eine meiner Töchter von einer Veranstaltung abholen. Schnell die die Treppe runter, dann zum Auto.
Dazu kam es jedoch nicht. Bei meinem Tempo übersah ich die letzte Treppenstufe, landete unsanft auf dem rechten Fuß nach tiefem Abstand auf dem Fußboden. Dieser war vom Hirn nicht auf diesen Abstand vorbereitet und knickte sehr schmerzhaft zur Seite weg.

Advent, Advent, die Mutter rennt...

Autsch. Das tat weh – auch länger. Pläne mussten angepasst werden.

Ich wusste gar nicht, dass ich so ungeduldig bin. Eigentlich sollte man ja denken, dass verordnete Ruhe auch ganz wohltuend sein kann. War es auch – für 1,5 Tage.

Danach regte es mich furchtbar auf, nicht draußen herumlaufen zu können.
Unser Sheltie fand es auch blöd. Immer wieder kam er zur Couch und wenn ich mir mal für ein paar Schritte zum Auto die Schuhe anzog, war er augenblicklich zur Stelle, wedelte heftig mit der Rute, sprang an mir hoch und wartete darauf, mich endlich wieder nach draußen zu begleiten.

Pünktlich in diese Phase des ungeduldigen Wartens erreichte mich Inka Hammonds Buch „Im Kreis laufen und trotzdem ankommen“.
Scheinbar war ich bei einer neuen Lernetappe zum Thema Geduld und Achtsamkeit angelangt.

Da liegt man dann als Mutter auf der Couch, verteilt Aufgaben und alles läuft langsamer.

Etwas beschämt wird mir bewusst, wie viel vorher selbstverständlich gelaufen ist und wie oft ich mich doch selbst angetrieben habe und meine Familie mit.

Ist es nicht so, dass wir ab und zu auch in unserem Denken eine Stufe übersehen?

Mein Ältester (16) würde am liebsten jetzt schon die ganze Familie im Auto am Steuer herumfahren, meine Jüngste (9) macht sich viele Gedanken, was sie einmal für einen Beruf ergreifen soll. Es auszuhalten, dass etwas noch nicht dran ist und vorher viele einzelne kleine Schritte gegangen werden müssen, ist gar nicht so ohne.

In einer Gesellschaft, in der das Tempo rasant zugenommen hat, ist es eine echte Willensentscheidung achtsam langsame Schritte zu gehen. Selbst im Supermarkt wird Stress an der Kasse gemacht, damit die Kassiererin auf ihre Zahlen kommt.

Wo treibst du dich zu sehr an und wo kannst du einen Schritt langsamer gehen? Wo kannst du mehr Frieden in dein Leben und deine Familie bringen, indem du achtsamer vorwärts gehst?

Mehr Alltagstrubel?

Von kleinen Alltagstornados

Von kleinen Alltagstornados

Wie immer vor den Sommerferien fühlt es sich an, als ob allmählich ein kleiner Tornado, der mich durchgewirbelt hat, nachlässt und gleichzeitig immer wieder noch einmal kurz an Fahrt gewinnt… Erschöpft liege ich heute Abend auf der Couch und resümiere den vorletzten Schultag mit allen damit verbundenen Emotionen.

Aufmerksam

Aufmerksam

Wir hätten es eigentlich wissen sollen:
Shelties sind Hütehunde. Und ja… sie sind auch sehr kommunikativ. Warum wundert oder ärgert es mich also eigentlich manchmal, wenn er furchtbaren Alarm schlägt, sobald ein großer Traktor unser Haus passiert oder ihm irgendetwas bemerkenswert erscheint?
Er zeigt doch nur, dass er alles mitbekommt.

Mutig sein

Mutig sein

Manchmal ist die mutigste Tat, etwas NICHT zu machen.
Ich liebe schon viele Jahre das Bilderbuch „Mutig, mutig“ von Lorenz Pauli und Kathrin Schärer, indem sich ein paar Tiere zu mutigen Taten auffordern. So findet der Frosch ein Blatt zu fressen mutig, die Schnecke dagegen köstlich. Sie wagt sich dafür aus ihrem Haus heraus, herum und wieder hinein.
Der kecke Spatz am Ende verwirrt im ersten Moment die Freunde, indem er sagt, er mache nicht mit. Doch schließlich wird er als der Mutigste bejubelt.

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