Wertvoll – Sarahs Weg mit Jesus
Daniela Irle
23. April 2026
Sarah und ich kennen uns, seit ihre Geschichte „Sarahs Kleid“ zu mir kam. Nun durften wir gemeinsam beim deutsch-portugiesischen Andachtsbuchprojekt „Impact-Frauen“ dabei sein.
Sie ist mit Jesus auf einem inspirierenden und spannenden Weg, zu dem ich ihr ein paar Fragen gestellt habe. Sie nimmt uns mit hinein in die Tiefen, die sie erlebt hat und berichtet, wie sie Schritte bergauf gehen konnte.
Daniela: Wie hast du zu Jesus gefunden?
Sarah:
Als Kind waren wir jede Woche in der katholischen Kirche. Dank meiner wunderbaren Mama durfte ich schon früh von Gott hören und mir war klar, dass es Gott gibt.
Aber erst als mein Stiefvater gestorben ist, da war ich 16 Jahre alt, und er uns nach seinem Tod als „Erscheinung“ immer wieder „besuchen kam“, habe ich begonnen, darüber nachzudenken. Ich erzählte es freudig meiner Freundin, doch sie sagte mir ganz klar, dass das nicht gut ist und nicht von Gott kommt, auch wenn es sich scheinbar gut anfühlen sollte. Sie erzählte mir von einer persönlichen Beziehung mit Jesus.
Ich habe Jesus in mein Herz eingeladen, und die Ängste, die für mich zu meinem Leben gehört hatten, waren plötzlich weg. Ich wusste irgendwie immer, es gibt mehr, als wir sehen können. Ich hatte immer Angst, die mich verfolgt hat – dieses schlimme Gefühl, nicht allein zu sein, beobachtet zu werden. Ich konnte nicht in den Spiegel schauen, aus Furcht, dass mich etwas anderes anschauen könnte, und ich konnte auch nicht ohne Licht schlafen. Und als Jesus in mein Herz kam, war ich plötzlich frei. Diese Freiheit ist nicht mit Worten zu beschreiben.
Nach ein paar Monaten wurde ich von einem Christen sehr enttäuscht. Leider habe ich das auf Jesus übertragen und wollte nichts mehr mit Christen zu tun haben.
Obwohl ich wusste, dass es Gott gibt und dass er mich liebt, hatte ich lange ein falsches Bild von ihm. Es schien einfacher, einfach mein eigenes Ding zu machen. Doch genau dadurch entfernte ich mich immer mehr von ihm. Am Ende versteckte ich mich sogar vor ihm, weil ich dachte: Ich bin selbst schuld an allem – wie könnte er mich jetzt noch lieben?
Nach einigen Jahren ging es mir immer schlechter. Ich empfand das Leben einfach nur als Last nicht als Geschenk. Aber aus Liebe zu meiner kleinen Tochter hatte ich keine Wahl. Diagnosen wie PTBS, Essstörung und schwere Depression prägten mein Leben. Meine Geschichte geht noch viel tiefer, aber das gerne ein anderes Mal 😉
Mein Leben war ein Scherbenhaufen. Und als ich dachte, jetzt kann es nicht mehr schlimmer kommen, habe ich einen Mann angefahren. So wie er dalag und der Hubschrauber ihn abgeholt hatte, wusste ich einfach nicht mehr weiter. Ich war sehr verzweifelt. Das war der absolute Tiefpunkt in meinem Leben. Als ich da am Boden lag, habe ich das erste Mal wieder hochschauen können und habe gebetet.
Und er war da.
Das war so ein Moment wie es in der Bibel steht: „Rufe mich an in der Not, so will ich dich retten und du sollst mich preisen.“
An dem Abend habe ich zum ersten Mal wieder gebetet. Ich sagte: „Wenn es dich wirklich gibt, dann hilf mir. Hilf dem Mann. Ich bekomme mein Leben nicht auf die Reihe. Bitte hilf mir.“
Dann kam der Anruf der Polizei: Der Mann hatte nur ein angebrochenes Bein. Ein Wunder. Jesus sieht mich – er hatte mich immer im Blick und hat nur auf mich gewartet, um mich endlich wieder in seine schützenden Arme zu nehmen.
Danach ging es langsam bergauf. Schritt für Schritt hat sich mein Leben geordnet. Mit Jesus im Zentrum hat sich mein ganzes Leben geordnet. Das passiert ganz automatisch, wenn er in allen Bereichen auf dem ersten Platz ist.
Turboheilung kam, als ich prophetische Gebetsseelsorge in Anspruch nahm und wir gemeinsam mit dem Heiligen Geist geschaut haben. Da durfte ich echte Heilung und Befreiung erleben. (Generationsflüche, Festlegungen, usw….)
Die Therapien und die Seelsorge haben mir geholfen, aber ich musste noch tiefer gehen. Für mich drückt es das Bild eins zugewucherten Feldes aus: Es wurde gemäht, aber an die Wurzeln ging es nur mit dem Heiligen Geist. Echte Heilung und Freiheit durfte ich erleben, als ich mit dem Heiligen Geist an die Wurzel, also den tiefen Ursprung all meiner Probleme, gegangen bin.
Gott ist Jahwe Rapha, der Herr, dein Arzt. Heilung ist nicht nur etwas, das er tut, sondern Ausdruck seines Wesens. Er ist, wer er ist.
Mein Gott steht über allen Diagnosen. Mein Gott ist der Heiler. Er macht aus Asche Schönheit. Aus Tod Leben. Er macht alles neu.
Jesus hat mich wiederhergestellt.
Und nicht nur das, Gott hat mir einen starken Mann Gottes an meine Seite gestellt und zwei wundervolle Töchter von 18 Jahren und 5 Jahren geschenkt.
Welche Schritte haben zu deiner persönlichen Heilung beigetragen?
Wie gesagt, ich habe mir bewährte Christen gesucht und habe mit dem Heiligen Geist mein Leben aufgeräumt. Ich habe Jesus jeden Bereich meines Lebens gegeben, meine Gedanken erneuert und bin die nächsten Schritte gegangen. Die Schlüssel waren Vergebung und Identität: Wer bin ich in Jesus?
Jesus sagt, dass wir schon gesegnet sind mit allen geistlichen Segnungen. Ich lebe, rede, denke und handle danach. Ich bin die Tochter des allmächtigen Gottes, und ich lasse mir nichts mehr rauben 😊!
Daniela: Was hast du mit deiner „Wertvoll“-Arbeit auf dem Herzen?
Sarah: Mein wundervoller Mann Christoph und ich haben es besonders auf dem Herzen, Menschen in die Begegnung mit Jesus zu führen. Jesus lebt, und er rettet, heilt und befreit – auch heute noch. Und das, was wir erleben durften, können wir nicht für uns behalten. Wir lieben es, Menschen in Gottes Gegenwart zu führen und sie wachsen zu sehen, damit sie zu starken Männern und Frauen Gottes werden. Das Evangelium muss raus – Jesus lebt!
Christoph und ich haben schon länger gemerkt, Gott hat etwas Neues vor. So haben wir uns gemeinsam eine Zeit des Hörens auf Gottes Stimme genommen und Gott hat klar gesprochen. Zwar wussten wir nicht, wohin die Reise geht – aber wir wussten, es sind Gehorsamsschritte dran. Als diese Entscheidung gefallen ist, sind nicht nur Türen aufgegangen – es waren Scheunentore 😊. Dann begann unsere Vision von Kirche bei uns zu Hause. Wir haben zu zweit im Wohnzimmer angefangen und im Glauben Gottesdienst gefeiert, als wäre das Wohnzimmer schon voll. Wir haben begonnen, das Reich Gottes auf die Erde zu ziehen und sind im Gehorsam die nächsten Glaubensschritte gegangen. Und nun sind wir angegliedert an das Missionswerk „Strahlen der Freude“ in Pforzheim. Wir lieben unsere Leiterschaft und Geschwister vom Missionswerk, und aus diesem reichen Segen dürfen wir schöpfen. Voller Vertrauen und in Erwartung auf mehr. Wir sind gespannt, was wir noch alles Großartiges mit ihm erleben werden. Gott ist ein Gott der Multiplikation, und das wollen wir erleben. Es macht so einen Spaß mit ihm unterwegs zu sein – wir dürfen Wunder über Wunder erleben.
Noch bevor wir den ersten offiziellen Gottesdienst in unserem Wohnzimmer hatten, sprach Gott zu uns, dass wir ein Frauenevent unter dem Motto „Du bist wertvoll, kostbar und geliebt“ veranstalten sollen. Beim Spazierengehen bekam ich einen vollständigen „Download“ für das gesamte Event, und so organisierten wir das Frauenevent, an dem 130 Frauen kamen, von dem auch meine Andacht handelt.
Wir hatten es auf dem Herzen, nach diesem Event einen Raum zu schaffen, an dem Frauen und Männer willkommen sind. Sie sollten echte Erlebnisse und Lebensgeschichten von Menschen hören können, die mit Gott unterwegs sind – umso einen Geschmack vom Himmel und von Jesus zu bekommen: wie er wirklich ist, dass er real ist, sich nach uns sehnt und uns genau dort begegnen möchte, wo wir stehen.
Ich erlebe immer wieder, wie Menschen auf der Suche sind. Es ist uns schließlich ins Herz gelegt worden nach Gott zu fragen. Sie probieren vieles aus, weil sie spüren, dass es eine geistliche Welt gibt und dass es mehr geben muss und wir wollen sie an die Quelle führen, damit sie nicht mehr aus den Pfützen trinken, was sie nur krank machen wird.
So entstand die Idee, diesen Raum in einer Pizzeria anzubieten – in einer entspannten, lockeren Atmosphäre bei leckerer Pizza. Am ersten Abend kamen fünf Menschen. Inzwischen mussten wir schon die Pizzeria wechseln, weil der Raum aus allen Nähten geplatzt ist. Halleluja 😊
Wir haben einen Kanal auf Whatsapp, dort laden wir herzlich zu den neuen Veranstaltungen ein. Besuch uns gerne und bleib auf dem Laufenden 😉.
Was möchtest du aus deinem Leben noch teilen?
Ich habe mich immer nach dem Sinn des Lebens gefragt. Alles erschien mir so sinnlos. Alle Talente, die ich hatte – was sollte ich damit anfangen? Ich durfte erfahren, dass ich hochsensibel bin und es war so eine Last für mich. Und dann, mit Jesus, ergibt alles plötzlich Sinn und die Begabungen wachsen und zeigen immer auf ihn hin. Das ist echte Erfüllung. Es trägt Früchte, die von alleine kommen, wenn wir in ihm verwurzelt sind.
Ich durfte erleben, dass Gott immer noch mehr für jeden Menschen hat. Er ist ohne Anfang und Ende und das bedeutet, dass er immer noch mehr für dich bereithält. Bleib nicht stehen, geh deinen nächsten Glaubensschritt.
Und wenn du Jesus noch nicht in dein Leben eingeladen hast, dann mach es jetzt. Warte nicht länger. Es ist die wichtigste Entscheidung in deinem Leben und die beste.
Jesus lebt. Er ist derselbe gestern, heute und morgen. Er ist ein Gott, der auch heute noch rettet, heilt und befreit. Ein Gott, der Wunder tut. Glaube! Und was kein Ohr gehört und kein Auge gesehen hat, hat er für die vorbereitet, die ihn lieben.
Er liebt dich – und er hat einen großartigen Plan für dein Leben.
Vielen vielen Dank, Sarah für deine Offenheit und deine starke Ermutigung, Jesus zu vertrauen!!!
Mehr Glauben leben?
Mutig beten
„Wer für Sonne betet, muss den Regenschirm zu Hause lassen.“
Dieser Satz begegnete mir auf einem Buchtitel und wurde für mich zu einer wertvollen Glaubenslektion. Kennt ihr das Gefühl, wenn man voller Vorfreude etwas Großes plant und plötzlich scheint alles dagegen zu sprechen?
Andacht – In guten Händen
Kennst du dieses Gefühl, alles tragen zu müssen?
Für alle da zu sein, Erwartungen zu erfüllen, stark zu bleiben – und doch spürst du tief in dir diese Hilflosigkeit: Wie soll ich das schaffen?
Was diesen Advent anders war
Falls du regelmäßig diesen Blog liest, wirst du von Anne Geverts Adventsstudie erfahren haben. Tatsächlich habe ich mir diese vorgeknöpft.
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