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Wüstenzeiten

Daniela Irle

22. November 2025

Der November ist da und meist genauso trüb wie die Jahre zuvor. Nur noch wenige Blätter leuchten gelb und die Seele sehnt sich nach Farben und Licht. Die Weihnachtszeit mit ihren Lichtern ist noch nicht angebrochen und es fühlt sich nach Zwischenzeit an.
Für viele Menschen ist es jedoch nicht nur Zwischenzeit, sondern auch Wüstenzeit.
In Deutschland ist es die kalte Jahreszeit – auch in der Wüste kann es eisig werden.

Trübe Gedanken und Zweifel machen sich breit.

Wüstenzeiten

Nicht umsonst hat der Volkstrauertag seinen Platz in diesem Monat. Die fallenden Blätter sind Bilder des Abschieds von einem Sommer und Herbst in die Phase der Zurückgezogenheit und des Einigelns.

Mit meiner Freundin Chrissy verbindet mich sehr, dass wir uns über persönliche Wüstenzeiten gut austauschen können. Wir brauchen nicht viele Worte, wir können uns anrufen und mit der anderen mitschwingen.

Die Wüstenzeiten in Chrissys Leben haben zeitweise sehr lange angedauert, waren schmerzhaft und wiederholten sich mitunter.

Inzwischen hat sie viele ihrer Gefühle und Erlebnisse in Worte, Bilder und Klang gefasst und gemeinsam mit ihrem Mann in einem Buch gesammelt, das andere Menschen in ihren Wüstenzeiten begleiten möchte.

Eine kleine Kostprobe findest du verlinkt hier und auch die Hinweise, wie du das Buch bestellen kannst.

Für mich sind Musik und Texte hoffnungsvoll und bringen zum Ausdruck, dass Jesus heute, wie gestern und morgen derselbe ist.

Er ist bei uns in der Wüstenzeit. So wie es Jahwe für sein Volk in der Wüste war.
Die folgenden Verse aus Jeremia bringen seinen Schmerz darüber zum Ausdruck, dass sein Volk nicht mehr nach ihm fragt und sich nicht mehr erinnert, dass er es war, der sie zum neuen Land gebracht hat:

„Sie fragten nicht mehr nach mir, der sie doch aus Ägypten geführt habe! Dabei habe ich sie sicher durch eine Wüste geleitet – durch eine Wüste voller Abgründe, durch ein Land der Dürre und der Dunkelheit, durch das niemand zu wandern wagt und wo kein Mensch wohnt. Ich brachte euch in ein fruchtbares Land, damit ihr genießen solltet, was das Land Gutes hervorbringt …“ (NLB Jeremia 2, 6-7a)

Vielleicht fühlt sich bei dir manches auch nach Dürre und Dunkelheit an, weil du einen Verlust zu beklagen hast, enttäuscht oder verletzt wurdest.
Ich wünsche dir, dass du erleben kannst, wie Jesus an deiner Seite ist, dich durch dein Leid begleitet, mitleidet und tröstet: Vielleicht durch einen besonderen Sonnenuntergang, vielleicht durch einen liebevollen Menschen, eine Umarmung. Vielleicht durch ein unerwartetes Geschenk…

Hier noch eine Hilfestellung in Form eines kleinen Gebets:

Jesus, zeige mir deine Gegenwart in dieser trüben Zeit. Lass mein Herz hoffnungsvoll auf dich schauen – dass es deine Güte im Schmerz erkennen kann.

Mehr Erinnern und Bewahren?

Neue Wege

Neue Wege

Aus Pia sprudeln Begeisterung und ganz viel Energie für ihre Herzensthemen.
Wie ist sie dazu gekommen und was hat sie veranlasst, sich auf neue Wege zu begeben?
Angefangen hat alles mit einer Geburt – oder auch zweien.
(Achtung, der Text enthält Elemente eines dramatisch verlaufenen Geburtsvorgangs.)

Durch Kunst Räume öffnen – ein Interview mit Christina Muth-Wendler

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Abstrakte Werke sagen nicht, was zu denken ist – aber sie rufen etwas hervor. Wer sich darauf einlässt, spürt oft sehr deutlich, was das Bild in ihm zum Klingen bringt. Nicht selten braucht es nur die richtigen Fragen oder ein wenig Begleitung, um diese Resonanz greifbar zu machen. Jeder erkennt darin etwas Eigenes, etwas Echtes. Und genau darin liegt für mich die Kraft dieser Kunstform: Sie ist frei – und zugleich sehr klar.

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