Zwischenzeit
Daniela Irle
30. Januar 2026
Der Januar fühlt sich so richtig nach Zwischenzeit an. Etwas zwischen den Welten. Das neue Jahr hat zwar begonnen, doch die letzten Weihnachtssterne hängen noch und erinnern an das, was wir auch aus dem letzten Jahr noch ins Neue mit hineingenommen haben. Gemeinsam mit den Kindern und langjährigen Freunden sind wir ins neue Jahr gestartet, das mit dem Vers aus Offenbarung überschrieben ist: „Siehe, ich mache alles neu.“
Sicher ist dieser Vers nicht auf unseren Alltag bezogen. Doch es geht uns nicht anders als den vielen anderen Eltern – Erneuerung ist mit ständiger Veränderung, Loslassen, Neujustierung und Anpassung verbunden.
Aktuell bedeutet es nahezu wöchentlich Schuhwechsel bei den rasch wachsenden Kindern und inzwischen Jugendlichen. Unser Auto ist in absehbarer Zeit einen Fahrer reicher und erneut machen sich Stapel an Kleidung auf den Weg zu den nächsten Empfängern, weil sie zu klein geworden sind.
Als Mutter befindet man sich ebenfalls in beständiger Rollenveränderung. Das ist hin und wieder durchaus schmerzhaft. Unsere Kinder leiden mitunter unter den Umbaumaßnahmen im ganzen Körper, sind nicht mehr Kind und auch noch nicht erwachsen – wir Mütter leiden mit, ertragen Gefühlsausbrüche und Trauerphasen.
Gefühlt gestern noch habe ich meine Kinder getragen, gestillt, angezogen und zum Kindergarten gebracht.
Heute sitzen wir am Tisch und diskutieren die Ferienpläne in diesem Jahr.
„Auf KEINEN Fall sollt ihr beim Camp dabei sein!“, sind sich die Größeren einig, als es darum geht, ob mein Mann und ich beim nächsten Rangercamp einen kleinen Dienst übernehmen werden.
„Wir werden ganz sicher nicht zu euch gehen und ihr könnt auch wegschauen, solltet ihr uns doch sehen“, bieten wir an.
So geht es etwas hin und her, bis wir bei einem Vorschlag alle schallend lachen: Jedes Mal ein Eis oder Cash für das Kind, das wir ungefragt auf dem Camp ansprechen – dabei ist den Kindern vor allem eins klar:
Für die Mama wird’s teurer.
„Das könnte ein kostspieliges Unterfangen werden“, denke ich laut und ernte ein vehementes „Siehste! Du gibst selbst zu, dass du das nicht schaffen wirst!“
„Das wird sich zeigen“, ist meine Meinung und frage mich gerade, ob mir die ein oder andere Begegnung mit meinen Kindern nicht den Einsatz wert sein werden.
Je älter sie werden, desto bewusster wird, wie kurz die Zeit gemeinsam mit ihnen im Haus noch ist. Wer hätte das gedacht, als die Tage mit den Kleinen gerade im Winter manchmal schier unendlich lang wirkten und die Müdigkeit oft größer war, als die Kraft mit allen etwas Neues zu wagen.
Vielleicht sollten wir ihnen und uns erst recht den Versuch auf dem Camp zumuten – unseren Kindern erlauben, sich bewusst von uns abzugrenzen und uns dazu anhalten, diese „Zwischenzeit“ auszuhalten, wo sie nichts von uns wissen möchten. Denn nach jeder Übergangs- und Zwischenzeit kommt etwas Neues.
Mehr Alltagstrubel?
Advent, Advent – die Mutter rennt
(K)ein außergewöhnlicher Advent war das bisher für mich.
Das meiste war gleich: Gaaaaanz viel auf einmal: …
Mütterreise
Vor ein paar Tagen durfte ich mich zu meiner Freundin Sonja und ihrem neugeborenen Mädchen setzen. Ein neues Leben – wundersam, perfekt gestaltet. Ein außergewöhnliches Geschenk für den November mit lebenslanger Verbindung.
Während ich von der Geburt und allen kleinen und großen Wundern erfuhr, konnte ich mit ihr in den Kreißsaal reisen und vor meinen inneren Augen sehen, was sie mir beschrieb und so Anteil an ihrem Erleben haben.
Es ist so besonders, weil meine erste Reiseetappe als Mama auch in einem November vor sechzehn Jahren mit einem kleinen Baby begann.
Auto fahren
Erinnerungen kommen hoch. An die ersten Wochen mit unserem Erstgeborenen, die ersten Wochen mit den anderen Kindern. Autofahren, Stillen, unterwegs wickeln. Was tun, wenn es auf einmal Minus 10 Grad sind…
Dein Draht zu mir:
So erhältst du einmal pro Monat die Neuigkeiten:




