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„Zum Durchbruch“ – Ein Interview

Daniela Irle

23. Januar 2024

Im November hatte ich die Verantwortung für einen Gottesdienst mit dem Thema „Loslassen“. Schon vorher dachte ich an Saskia-Eirene, hatte mich aber noch nicht getraut zu fragen, inwiefern sie dabei sein könnte.
Das musste ich auch nicht mehr, weil sie sich selbst meldete und offensichtlich den gleichen Gedanken hatte wie ich.

Herztöne.-Lauschen-auf-den-Klang-des-Leben

© Foto: Daniela Irle

,So kam es, dass Saskia-Eirene Müller mit Staffelei, Farben und anderem Equipment während des Gottesdienstes prophetisch malte. Für alle die sich fragen, was in aller Welt das ist, sei dieser Begriff hier kurz gedeutet:

Auf Gott hörend malen.

Vermutlich wirft das noch mehr Fragen auf.
Ich hoffe, dass mein mit Saskia-Eirene per Chat geführtes Interview dir lebendiger vor Augen führt, was damit gemeint ist.

Liebe Saskia-Eirene, vielen Dank für deine Zeit und deine Bereitschaft hier dein Herz zu teilen! Und danke auch noch einmal, dass du mich mit deiner Malerei so im Gottesdienst unterstützt hast!

Wie war es für dich, während des Gottesdienstes zu malen?

In diesem Rahmen gestalten zu dürfen fällt mir eher leicht. Es kommt mir vor, wie wenn ich die Gedanken des Schöpfers klarer hören könnte.

Während einer Zeit kreativ zu sein, in der Menschen sich auf Gott ausrichten und anbeten ist für mich ein Privileg.

Es hilft mir, eine begrenzte Zeit für den Prozess zu haben. Daher fokussiere ich mich ganz darauf wie die Botschaft gut transportiert werden kann. Und arbeite eher plakativ.

 

Was passiert in dir während eines solchen Malexperiments?

Viel Verschiedenes 😄.

Anfangs stelle ich Gott gerne die Frage, was er sagen möchte, was er geplant hat oder was ihm wichtig ist.

Oft habe ich dann eine Idee oder einen Gedanken. 💭 Und fange einfach an. Während ich Farben und Motiv wähle, frage ich immer wieder still was Jahweh möchte, z. B. mehr Rottöne oder eher ruhigeres Blau?
Welche Perspektive, Stimmung und Format die Botschaft unterstützt. Manchmal kommt die Richtung erst beim Malen, das finde ich spannend.
Das braucht immer wieder Mut und Vertrauen und fühlt sich manchmal ziemlich nach Balanceakt an. Manchmal habe ich gleich zu Anfang ein starkes inneres Bild, das ich versuche umzusetzen.

Für mich ist das Besondere, dass ich mit Gott zusammenarbeiten darf, und mich führen lasse, das zu zeigen was Ihm wichtig ist.
Es ist intensiv und gleichzeitig spielerisch fröhlich.
Etwas zu tun, was in einem alles zum Klingen bringt, das kennt hoffentlich jeder. Wenn das dann auch anderen Menschen Gott näherbringt, er sich anders dadurch zeigen kann und Menschen begegnet, dann macht mich das wirklich froh.

😁

(Was niemand weiß ist, dass ich mich am meisten gesegnet fühle, denn ich fühle mich Gott sehr nah dabei)

Doch wie viele Kreative habe ich dabei auch das Gefühl mit meinen Fähigkeiten nicht an das „Himmlische“ Bild heranzureichen. Das ist auch okay.

 

Wie unterscheidest du deine Gedanken von Gottes Reden?

Ich gehe davon aus, dass unser Schöpfer nicht nur ein grandioser Künstler ist, sondern dass ER auch ständig mit uns kommunizieren möchte.
Es hilft mir, die Bibel zu kennen, so kann ich abgleichen was ich meine von IHM wahrgenommen zu haben. Zusätzlich habe ich einen Erfahrungsschatz, wie sich Gottes Reden bisher in meinem Arbeiten gezeigt hat.

Seine Impulse sind eher ermutigend, hilfreich oder auch mal korrigierend. Wenn ich z. B. einen Gedanken habe, dass hoffentlich nicht die Farbe vom Pinsel tropft, während ich noch überlege, wo ich den Pinselstrich beginnen soll, dann bin ich ziemlich sicher, dass dies eher ein sehr menschlicher Gedanke meinerseits ist und nicht von Gott kommt.
So wie Sorgen-Gedanken selten von Gott kommen. Von Ihm kommt Frieden.

 

Ich gehe von einem allwissenden Gott aus. Er weiß alles über jeden zu jeder Zeit. Also auch wer in einem Gottesdienst ist und was dieser und jener Mensch braucht.
Auch dass ich malen werde.
Ich erlebe Gott als absichtsvoll. Er kann auch im Vorfeld Gedankenimpulse in mich setzten, wo ich nicht bemerke, dass es von ihm kommt, dann denke ich vielleicht während des Malens:“ Hey, das habe ich doch gestern schon gedacht, höre ich jetzt wirklich Gott?“
In dem Fall nehme ich mir noch mal mehr Zeit zum Fragen und Hören. Wenn der Inhalt bleibt, dann ist die Sache für mich klar.

Was macht es mit dir, wenn Menschen dir ihre Eindrücke und Wahrnehmungen des Bildes schildern?

Es freut mich mega, wenn Menschen mir berichten, wie Gott zu ihnen durch den Malprozess oder das fertige Bild gesprochen hat.
Gott redet! So viel mehr als wir erstmal denken.
Oft nehmen Leute die Kernaussage des Bildes unterschiedlich wahr. Der eine spürt eher die Anstrengung im sich Durchboxen und fühlt sich verstanden, eine andere eher die Befreiung und ist erleichtert.
Das finde ich großartig. Ich freue mich auch, wenn jemand etwas ganz anderes erkennt, wie das, was ich versuchte auszudrücken. Denn wichtig ist mir die Begegnung zwischen dem Vater und seinen Kindern. Eine von vielen Möglichkeiten sind Bilder.

 

 

Was ist nach deinem Empfinden die Aussage des Bildes?

 

Im Bild wurde das Thema Durchbruch behandelt.

Wenn uns unerwartet Schwieriges widerfährt, ist das oft schlimm, keine Frage.
Doch es ist auch eine Chance.
Eine Möglichkeit die Dinge neu zu ordnen, anders zu verstehen. Manchmal erlaubt Gott, das ungeplant Umstände unser Leben durcheinanderbringen. Daran können auch andere Menschen beteiligt sein und das fühlt sich im ersten Moment eher nach „Zerbruch“ als nach Durchbruch an.

Gott verfolgt damit das Ziel, Neues zu schaffen.

Wir können unser Leben neu an Ihm ausrichten.

„Schau, ich schaffe Neues! – immer wieder und wieder und wieder.“

 

Gott möchte unser ganzes Potential entfalten!

 

Kann man dich für Veranstaltungen buchen?

Ja klar. Ich durfte einmal während einer Trauung malen, öfter allerdings an Lobpreisveranstaltungen und klassisch in verschiedenen Gottesdiensten, auch gerne mit anderen zusammen. Von der Staffelei über Farben bis hin zur Abdeckung bringe ich alles mit.

 

Kann man auch persönliche Bilder bei dir in Auftrag geben?

Ja, Ich freue mich über Anfragen.

Wer Sein Bild gemeinsam mit mir malen möchte oder Anleitung wünscht, den begleite ich gerne im Prozess. Vielleicht gibt es einen Bibelvers oder ein Thema, dass sich jemand gerne an die Wand hängen möchte. Dann begleite ich gerne, z.B. im Rahmen eines Workshops dies zu entwickeln. Das kann ein sehr persönlicher kostbarer Prozess sein mit einem schönen Ergebnis.

Dieses Jahr wird es wieder einen Workshop geben zum Malen mit Gott.

 

Vielen lieben Dank!!
Für eine Kontaktaufnahme nutzt gerne die folgende E-Mailadresse:

Saskia-Eirene Müller: Art @ maskia. de

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